Tasmanien (englisch Tasmania, in der rekonstruierten Aborigines-Sprache palawa kani lutruwita und in australisch-englisch häufig Tassie; bis Ende 1855 Van-Diemens-Land) ist eine zum Staat Australien gehörende Insel am östlichen Rand des Indischen Ozeans, die sich ungefähr 240 km südlich des australischen Festlands befindet. Der Begriff steht außerdem für den gleichnamigen australischen Bundesstaat, der über die Hauptinsel Tasmanien hinaus auch mehrere kleine, meist unbewohnte Inselgruppen in der Region umfasst. Seine Hauptstadt und größte Stadt ist Hobart, die zweitgrößte Stadt Launceston.
Als größte Insel des Australischen Bundes umfasst Tasmanien mit 68.400 km² 0,89 % der Gesamtfläche Australiens. Ohne die vorgelagerten Inseln beträgt die Fläche der Hauptinsel 64.519 km² und weist eine Länge von 296 km von Norden nach Süden und eine Länge von 315 km von Osten nach Westen auf.
Die Bass-Straße, welche die Insel vom australischen Festland trennt, wird im Nordwesten durch King Island, an der Nordostspitze von Flinders Island flankiert. Landschaftlich dominieren Gebirge und Hochebenen bis circa 1600 m Höhe die Insel. Die höchste Erhebung ist der Mount Ossa (1617 m).
Tasmanien liegt zwischen 40° und 44° südlicher Breite sowie zwischen 144° und 149° östlicher Länge. Die Insel liegt auf der Südspitze des australischen Kontinentalschelfs und ist annähernd so groß wie Irland. Sie ist die weitaus größte der über hundert Inseln des Bass-Archipels.
Es gibt dort noch relativ viele naturbelassene Landschaftstypen. Etwa ein Viertel der Insel ist als UNESCO-Weltnaturerbe ausgewiesen, zu 37 % besteht die Insel aus Nationalparks.[6] Besonders eindrucksvoll ist die Landschaft am Cradle Mountain sowie die unberührte und teilweise schwer zugängliche Wildnis des Südwestens.
Auch die 1300 km südlich gelegene Macquarieinsel gehört zum Bundesstaat Tasmanien.